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Zeitgemäß bauen. Energetisch modernisieren.

5.1.1 Gartenplanung und Anlage

Gartenplanung

Ob es sich um einen kleinen Vorgarten oder ein großes Grundstück handelt, die Elemente zur Gestaltung sind immer die gleichen. Am besten ziehen Sie im Vorwege verschiedene Gartenbücher zurate und besuchen Gartenbauausstellungen, um sich über Ihre Vorstellungen klar zu werden. Hilfreich sind eine grobe Skizze und eine Ideensammlung, welche Bestandteile Ihr Garten aufweisen soll: Wünschen Sie sich einen sonnigen Sitzplatz, einen Grillplatz mit Gartenküche und Außenkamin? Möchten Sie einen Kinderspielplatz mit Sandkiste oder Wasserbecken integrieren? Benötigen Sie einen Wäschetrockenplatz? Hätten Sie gern einen Nutzgarten mit Obstbäumen und einem Gewächshaus? In jedem Fall sollten Sie an einen Raum für Gartengräte denken und einen Autoabstellplatz (Garage, Carport) inklusive Auffahrt berücksichtigen. Bei der Vorgartengestaltung sind gegebenenfalls örtliche Gestaltungssatzungen zu befolgen; außerdem ist es sinnvoll, sich mit den Nachbarn abzustimmen.

Wenn Sie sich über Ihren Traumgarten im Klaren sind, erstellen Sie am besten gemeinsam mit Ihrem Architekten/Gartenarchitekten einen Gartenplan, der alle Bestandteile enthält. Auch die Art der Bepflanzung und der damit verbundene Pflegeaufwand werden vermerkt.

Hinweis: Die Verwendung örtlicher Materialien und die Auswahl heimischer Pflanzen haben sich bewährt. Auch Gartenmöbel, -ausstattungen und -geräte müssen eingeplant und frühzeitig ausgesucht werden.

Kleine Gärten, wie sie bei Reihenhäusern häufig vorkommen, bedürfen einer besonders geschickten Gestaltung: Mit Pflanzen und Rankgerüsten können Sie Ihren Garten in einzelne Räume unterteilen und ihn optisch vergrößern. Unterschiedliche Höhen werden mit Trocken- und Stützmauern sowie kurzen Palisaden erzielt und verstärken diesen Effekt. Sorgen Sie für ausreichend Sichtschutz, aber beachten Sie, dass Ihre Nachbarn nicht von Beschattung oder Laubfall gestört werden.

Wenn Sie größere Flächen möglichst abwechslungsreich gestalten möchten, setzen Sie am besten auf Musterverlegung, Höhenunterschiede, Pflanzgruben oder erhöhte Pflanzflächen.

Achtung: Bereits bei der Gebäude- und Haustechnikplanung sollten Sie Gartenbewässerung und Außenbeleuchtung inklusive der entsprechenden Anschlüsse berücksichtigen.

Gartenanlage und -bepflanzung

Wichtige Eckpunkte für die Gestaltung des Gartens sind Größe und Himmelsrichtung. Bei Aufteilung und Pflanzenwahl berät Sie der Gartenarchitekt, der Gärtner oder die Baumschule. Damit Sie lange Freude an Ihren Pflanzen haben, benötigen Sie einen nährstoffreichen Mutterboden in ausreichender Dicke. Je nach Säure- und Nährstoffgehalt können Sie den Boden durch Kalk-, Torf- oder Düngerzugaben verbessern. Wertvollen Humus erzeugen Sie durch Kompost. Aushubboden und Bauschutt eignen sich als Gartengrundlage nicht.

Für eine Rasenfläche muss der Boden besonders gründlich vorbereitet werden, da der regelmäßige Schnitt ihm große Nährstoffmengen entzieht. Die Samenmischung lassen Sie am besten nach Bodenart und Klima vom Fachmann bestimmen. Damit der Rasen nicht verfilzt, sollte die Saatmenge höchstens 30g/m² betragen.