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Zeitgemäß bauen. Energetisch modernisieren.

6.3.3 Energieausweis

Schon seit Längerem schreibt die Energieeinsparverordnung (EnEV) vor, dass bei Neubau eines Hauses ein Energieausweis vorzulegen ist. Diese Regelung gilt seit Mitte 2008 nun auch für bestehende Gebäude. Im Folgenden erfahren Sie, welche Varianten es gibt, wann Sie einen Ausweis benötigen und wo Sie ihn bekommen.


6.3.3a Die Ausweisvarianten

Bei Energieausweisen unterscheiden wir den

verbrauchsorientierten Ausweis:
 Hier wird anhand des zurückliegenden Verbrauchs ermittelt, wie hoch der Bedarf an Heizenergie ist. Ausschlaggebend ist das individuelle Heizverhalten der Bewohner, das je nach Außentemperaturen und Anwesenheit natürlich stark variieren kann. Die Aussagekraft des verbrauchsorientierten Energieausweises ist somit gering und kann nur als Orientierung dienen.

bedarfsorientierten Ausweis: Hier wird der künftige Energiebedarf prognostiziert. Ein bedarfsorientierter Ausweis wird meist nach einer Bestandsaufnahme durch einen Energieberater vor Ort erstellt und hat eine stärkere Aussagekraft – ist allerdings auch teuerer.


6.3.3b Die Notwendigkeiten

Nach der Energieeinsparverordnung EnEV benötigen Sie einen Energieausweis, wenn Sie


Ob Sie für Ihr Gebäude einen verbrauchs- oder einen bedarfsorientierten Energieausweis ausstellen lassen, obliegt meist Ihrer Entscheidung. Es kann sich jedoch lohnen einen – teureren – bedarfsorientierten Ausweis zu wählen, wenn Sie


Ein bedarfsorientierter Ausweis ist zudem zwingend vorgeschrieben


Sollten Sie ein vergleichbares Haus jedoch bereits entsprechend der Wärmeschutzverordnung von 1977 nachgerüstet haben oder ein Gebäude mit mehr als vier Wohneinheiten besitzen, so sind Sie in der Wahl des Energieausweises frei.


6.3.3c Erstellung eines Energieausweises

Einen verbrauchsorientierten Energieausweis können Sie unter Eingabe von Daten wie Baujahr, Wohnfläche und Verbrauchsmengen über das Internet ab ca. 25 Euro erstellen lassen.

Ein bedarfsorientierter Energieausweis wird durch einen Energieberater ausgestellt. Mit Kosten ab ca. 300 Euro ist er deutlich teuerer, kann sich als Gutachten jedoch bei Modernisierung und Beantragung von Fördermitteln bezahlt machen.


Ein Energieausweis nach EnEV ist 10 Jahre gültig. Für vor dem 1. Januar 2009 ausgestellte Ausweise gibt es einen Bestandsschutz – sie sind ebenfalls 10 Jahre gültig.