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Zeitgemäß bauen. Energetisch modernisieren.

4.3.2 Hausinstallation

Hausinstallationen tragen wesentlich zu Wohnwert und -komfort einer Immobilie bei. Zu den wichtigsten Bestandteilen gehören Schalter und Steckdosen, Beleuchtung, Haussprech- und Klingelanlagen. Interessant ist hierbei auch der Einsatz von Elektro-Bussystemen. Antennen und Kabelanschluss sowie der Telefonanschluss sorgen für Rundfunk- und Fernsehempfang sowie für vielfältige Kommunikationsmöglichkeiten.

Schalter und Steckdosen


Schalter und Steckdosen werden innerhalb von Wohnräumen unter Putz gesetzt. Da sie ein wesentliches Element der Raumgestaltung sind, sollten Sie sie unter dem Aspekt der optischen Harmonie in identischer Ausführung wählen. Im einheitlichen Design erhalten Sie z. B.:


Mit Funktastern erfolgt die Steuerung drahtlos – gerade bei Modernisierungen und/oder Renovierungen können diese das Verlegen von neuen Leitungen ersetzen.

Außerhalb eines Gebäudes und in Feuchträumen werden wassergeschützte Schalter und Steckdosen montiert. Um zu verhindern, dass sich Einbrecher mit ihrem Werkzeug an Ihrer Stromversorgung bedienen, können Sie Außensteckdosen installieren, die von innen abschaltbar sind. So genannte Unterflursteckdosen haben eine feuchtigkeitsdichte Klappe und werden bündig in den Fußboden eingebracht. Für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen gibt es spezielle Schalter mit fühlbaren Symbolen.

Beleuchtung
Eine gute Beleuchtung hat im Wesentlichen zwei Aufgaben: Sie soll in Wohnräumen für eine angenehme Atmosphäre sorgen und in Arbeits- und Verkehrsbereichen optimale Sehbedingungen gewährleisten. Man unterscheidet:


Wesentliche Gütemerkmale:


Gängige Leuchtmittelarten:


Elektrotechnische Eigenschaften:


Übliche Montagearten:


Folgende Wattzahlen dienen als Richtwerte für die benötigte Lichtstärke:


Achtung: Stimmen Sie Leuchten hinsichtlich Material, Farbe und Formgebung nicht nur untereinander ab, sondern auch im Hinblick auf das bereits vorhandene oder geplante Mobiliar!

Haussprech- und Klingelanlagen
Für jede Wohnung ist eine Klingelanlage vorzusehen. In Gebäuden, die über mehr als zwei Wohnungen verfügen, muss zusätzlich eine Türöffneranlage, aus Sicherheitsaspekten meist kombiniert mit einer Türsprechanlage, installiert werden. Je größer das Grundstück ist, desto sinnvoller ist der Einbau einer zusätzlichen Torklingel-, Toröffner- und/oder Torsprechanlage. Tür- bzw. Torsprechanlagen erhalten Sie auch inklusive Monitor als Bildsprechanlage.

Besonders komfortabel sind Haustelefonanlagen (Gegen- oder Wechselsprechanlagen), die sich in die Klingel-, Türöffner- und Türsprechanlagen integrieren und mit dem Telekommunikationsanschluss kombinieren lassen.

Elektro-Bussysteme
Um Betriebs- und Energiekosten einzusparen, können Sie auf Basis so genannter Elektro-Bussysteme sämtliche Haustechnik-Komponenten intelligent steuern: Dafür wird eine Steuerleitung (Busleitung) parallel zur Versorgungsleitung verlegt, an die Steuergeräte (Sensoren) und Fernschalter (Aktoren) angeschlossen sind. Ein ständiger ergebnisgesteuerter Informationsaustausch sorgt für effiziente Abläufe, minimiert den Leitungs- und Installationsaufwand und erhöht zudem die Flexibilität, was bauliche Veränderungen oder Änderungen im Nutzerverhalten anbetrifft.

Um auch Haushaltsgeräte, Audio-/Videogeräte, Alarm- und Telefonanlage einbinden zu können, sollte das Bussystem einfach und flexibel erweiterbar sein. Nachdem die Busleitung verlegt worden ist, können Sie das System schrittweise installieren. Für eine eventuelle spätere Anpassung und Erweiterung verlegen Sie die Busleitung am besten durch alle Räume und sehen diverse Zugriffspunkte vor.

Antennen und Kabelanschluss
Für den einwandfreien Empfang von Rundfunk und Fernsehen benötigen Sie eine Antenne oder einen Kabelanschluss. Für einen erhöhten Komfort installieren Sie mehrere Anschlussdosen, z. B. im Wohnraum, im Schlafraum, in der Küche und im Bad.

Diese vier Systeme werden beim Fernsehempfang unterschieden:


Für Planung, Ausführung und Betrieb gelten gesetzliche und technische Vorgaben. Solange Sie keine öffentlichen Wege/Plätze oder private Übertragungswege für die Errichtung und das Betreiben von Empfangs- und Verteilanlagen für Rundfunksignale nutzen, besteht keine Genehmigungspflicht. Terrestrische Sender werden in Einfamilienhäusern über Einzelantennenanlagen empfangen, in Mehrfamilienhäusern über Gemeinschaftsantennenanlagen.

Mit Satellitenantennen können Sie alle über Satelliten ausgestrahlten Programme empfangen. Hier unterscheidet man:


Beim Kabelfernsehen wird vom Kabelnetzbetreiber oder Anbieter ein Übergabepunkt seines Breitband-Kommunikationsnetzes für den Rundfunk- und Fernsehempfang installiert.

Ebenfalls möglich: Digital Video Broadcasting, kurz DVB. Diese Optionen stehen Ihnen für den Empfang der Radio- und Fernsehprogramme zur Auswahl:


Telekommunikation
Mindestens ein Telefonanschluss gilt heutzutage als Standard in der Haustechnik. Ein analoger Anschluss (TAE) verfügt über eine Leitung, ein ISDN-Anschluss (IAE) über zwei Leitungen mit mehreren Rufnummern und einer besseren Übertragungsqualität/-geschwindigkeit, was den Komfort wesentlich erhöht. Ca. 12-mal so schnell wie ISDN ist DSL: Hier wird ein vom Telefonnetz unabhängiger Kanal für die Datenübertragung genutzt, so dass die Telefonleitung frei bleibt.
Zahlreiche Telefone erhalten Sie im Fachhandel:


Mit modernen Telekommunikationsanlagen können Sie nicht nur kostenfrei innerhalb des Hauses telefonieren, sie bieten darüber hinaus die Möglichkeit weitere haustechnische Anlagen, wie z. B. Jalousien oder die Hi-Fi-Anlage, zu steuern. Zahlreiche Hersteller haben dafür leitungsgeführte oder funkgestützte Systeme im Angebot, um verschiedene Geräte miteinander zu vernetzen. Fast alle Telefone benötigen einen separaten Stromanschluss, weshalb Steckdose und Telefonanschlussdose zweckmäßig nah bei einander liegen sollten.

Vom Hausanschluss werden innerhalb des Treppenhauses senkrechte Steigrohre oder Kabelschächte verlegt und in jeder Etage über Verteilerkästen und Abzweigrohre zu den Telekommunikationsdosen der einzelnen Wohnungen geführt. Mit Leerrohren wird das nachträgliche Einziehen oder Auswechseln vereinfacht. Ein Bauplan im Format 1:100 mit Einzeichnung des Anschlusses im Versorgungsraum sowie eine Grundstückseigentümererklärung gibt die genaue Verlegung der Leitung ins Haus vor. Alle weiteren Details stimmen Sie mit Ihrem Anbieter ab.
Achtung: Starkstrom- und Fernmeldeleitungen sind in getrennten Rohren zu führen!