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Zeitgemäß bauen. Energetisch modernisieren.

4.1.6 Klima und Lüftung

Wegen der Wärmeschutzmaßnahmen, die laut Energieeinsparverordnung (EnEV) vorgeschrieben sind, findet in modernen Häusern kaum noch ein natürlicher Luftaustausch statt. Die Gebäude sind nahezu hermetisch abgedichtet, weshalb eine kontrollierte Wohnraumlüftung nötig ist, die allerdings einen hohen Lüftungswärmebedarf nach sich zieht.

Kontrollierte Wohnraumlüftung

Da ständig gekippte Fenster hohe Energieverluste und die Auskühlung der Wände zur Folge hätten, werden ventilatorbetriebene Anlagen benötigt, um die erforderlichen Luftmengen in die einzelnen Räume zu leiten. DIN 1946, Teil 6, regelt die Anforderungen an die „Lüftung von Wohnungen“ und schreibt bestimmte „Außenluftvolumenströme“ bei freier oder mechanischer Lüftung vor.

Bei der so genannten freien Lüftung (Selbstlüftung) findet die Lufterneuerung durch Druckunterschiede zwischen Innen und Außen statt. Ausreichend ist ein 0,5- bis 1-facher Luftwechsel pro Stunde. Für innenliegende Räume kommen Lüftungsschächte oder Ventilatoren zum Einsatz.

Bei Häusern in Passiv- und z. T. auch in Niedrigenergie-Bauweise muss eine permanente, kontrollierte Lufterneuerung gewährleistet sein. Sie erfolgt über ein Be- und Entlüftungssystem mit Wärmerückgewinnung. So werden Lüftungswärmeverluste verringert, Luftverunreinigungen abtransportiert und Frischluft zugeführt.

Man unterscheidet zentrale und dezentrale Be- und Entlüftungsanlagen, die substanzielle und gesundheitliche Schäden durch Schimmel- und Feuchtigkeitsbildung verhindern. Sie gewinnen einen Großteil der Abluftwärme zurück. Ihr Einsatz wird vom Staat mit einem Bonus vergütet.

Wohnraumklimatisierung
Klimaanlagen sind wesentlich komfortabler als normale Zentralheizungs- und Lüftungsanlagen, denn durch sie wird die Raumluft gekühlt, entfeuchtet, gereinigt und an kühlen Tagen durch Wärmepumpen oder eine nachrüstbare Elektroheizung erwärmt.