KONTAKT  I  IMPRESSUM  I  AGBs  I  
Zeitgemäß bauen. Energetisch modernisieren.

4.1.5 Öfen und Kamine

Die Bauart des Kamins (offener Kamin, Kaminofen oder Heizkamin) bestimmt seine Wärmewirkung und ist damit ausschlaggebendes Kriterium bei der Auswahl. Bei allen Fragen zu Aufbau und Betrieb berät Sie der zuständige Schornsteinfegermeister. Jede Feuerstätte benötigt ihren eigenen Schornstein – Ausnahme sind Kaminöfen mit selbstschließender Tür, die auch gemeinsam mit anderen Öfen angeschlossen werden dürfen. Die Rauchrohrquerschnitte werden vom zugehörigen Innenraumvolumen bestimmt. Eine ausreichende Zuluft ist sicherzustellen. Es gilt die Verordnung über Kleinfeuerungsanlagen. Für Kamine (ein- oder zweiseitig einsehbar) wird nachfolgendes Material zur Verkleidung eingesetzt:


Kachelöfen
Die im Innern eines Kachelofens entwickelte Wärme strahlt nach außen und wärmt so den Raum. Stellen Sie ihn möglichst zentral im Raum auf, damit alle Wände und Bereiche gleichmäßig versorgt werden. Achten Sie darauf, dass die Unterkonstruktion (Verbundestrich) ausreichend tragfähig und vor allem brandsicher ist. Die benötigte Verbrennungsluft erfordert die Erneuerung der Raumluft von bis zu fünfmal pro Stunde, weshalb eine entsprechende Zuluft zu gewährleisten ist. Wärmebedarf und Schornstein-Querschnitt ermitteln Ofenbauer und Schornsteinfegermeister. Für Überprüfung, Abnahme und Brennstoffzulässigkeit gilt die Verordnung über Kleinfeuerungsanlagen.

Specksteinöfen
Die mit Speckstein verkleideten Öfen verfügen über besonders wärmespeichernde und wärmeleitende Eigenschaften. Man unterteilt sie in Grundöfen, Warmluftöfen und Kombiöfen, wobei die Unterschiede an der Art der Wärmeabgabe (Strahlung, Konvektion) und dem möglichen Brennstoffeinsatz festgemacht werden.

Genauso wie Solaranlagen können auch Kachelöfen über Wärmetauscher ins Heizsystem integriert werden. Eine automatische Befeuerung mit Holzpellets ist eine zusätzliche Option. Weitere Ofenformen sind beispielsweise Elektro-Kachelöfen, Kachelherde und transportable Öfen.