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Zeitgemäß bauen. Energetisch modernisieren.

4.2.1 Grundlagen · Wasser- und Abwasser

Nachfolgend finden Sie alle relevanten Fakten zu Wasserversorgung und -installation, Wasseraufbereitung und Abwasserinstallation.

Wasserversorgung und -installation
Die Wasserversorgung eines Gebäudes erfolgt zentral über einen Anschluss an das öffentliche Trinkwassernetz, alternativ als Hauswasserversorgung mit eigenem Brunnen. Durch den Einsatz von Regen- und Grauwassernutzungsanlagen können Sie Ihren Trinkwasserverbrauch senken und die Umwelt schonen.

Grundlage für Hygiene und Nutzungskomfort ist eine einwandfreie technische und hygienische Ausführung der Trinkwasserversorgung und der Entwässerungsanlage. Sie bestimmt den dauerhaften Gebrauchswert eines Gebäudes und sollte von Anfang an gut geplant sein, da jede nachträglich notwendige Verbesserung aufwändig und kostspielig ist.

Bei den Wasserleitungen unterscheidet man Verteilungs-, Steig- und Abzweigleitungen, die mit Entleerungs- und Absperrventilen verlegt werden. Zum Schutz vor Verunreinigungen müssen Steigleitungen oberhalb der höchsten Entnahmestelle mit einem Rohrbe- und -entlüfter inkl. Ablauftrichter versehen werden. Abzweige von Etagenleitungen müssen mindestens 1,10 m über Oberkante Fußboden liegen oder mindestens 30 cm über dem höchsten Wasserspiegel der Objekte. Achten Sie darauf, dass jede Zweigleitung absperrbar ist. Verlegen Sie Leitungen nie an oder in Außenwänden und sorgen Sie bei frostgefährdeten Leitungen (z. B. in ungeheizten Räumen) für eine frostgeschützte Verlegung. Zusätzlich sollten Sie Absperr- und Entleerungsvorrichtungen, ggf. Frostschutzwächter oder eine Rohrbegleitheizung einplanen.

Wasserleitungen werden grundsätzlich geradlinig, parallel zu Decken und Wänden, mit Rohrhalterungen je nach Durchmesser und gegebenenfalls mit einer Schalldämmeinlage verlegt. Wenn sie unter Putz liegen, werden Schutzbinden oder eine Ummantelung gegen aggressive Stoffe benötigt. Hinter dem Wasserzähler und dem Warmwasserbereiter müssen Sie Rückflussverhinderer einbauen. Waschmaschinen und Geschirrspüler dürfen Sie nur über einen offenen Auslauf und mit Rohrbelüfter an Trinkwasserleitungen anschließen, WC-Becken nur über einen Spülkasten oder eine Druckspülarmatur.

Besonders im Sanitärbereich erhalten Sie teilweise oder komplett vorgefertigte Produkte für die Wasserinstallation, z. B.:


Durch eine Vorwandinstallation kann auf Stemm- und Putzarbeiten verzichtet werden. Bei unzureichendem Netzdruck schafft eine Druckerhöhungsanlage Abhilfe.

Wasseraufbereitung
Abgestimmt auf die örtlichen Wasserverhältnisse kommen Geräte und Mittel zur Wasseraufbereitung zum Einsatz. Sie verhindern Korrosion, Verkalkung, Schlammbildung und Verkrustung der Rohrleitungen und sorgen für eine einwandfreie Funktion der sanitären und heiztechnischen Anlagen. Außerdem entfernen Sie schädliche Inhaltsstoffe im Trinkwasser, wie z. B. Schmutz, Kalk, aggressive Kohlensäure und Nitrat. Wirtschaftliche, technische und gesundheitliche Aspekte bzw. Notwendigkeiten besprechen Sie am besten vor Ort mit einem Fachmann.

Dies sind die am häufigsten verwendeten Geräte und Anlagen:


Abwasserinstallation
Schmutz- und Regenwasser wird über Grundleitungen, Abflussrohre, Dachrinnen, Regenfallrohre, Dachabläufe, Bodenabläufe und Entwässerungsrinnen abgeleitet, und zwar in das Rohrnetz der kommunalen Entwässerung, in ein privates, örtliches Entwässerungssystem oder in eine Kleinkläranlage. Damit keine Kanalgase entweichen können, wird für jede Ablaufstelle ein Geruchverschluss eingebaut, darüber hinaus im Keller ein Sammelgeruchverschluss und ein Rückstauschutz gegen Kellerüberschwemmungen. Sollte doch einmal Wasser in den Keller gelangt sein, übernimmt eine Kellerentwässerungspumpe die automatische Entwässerung. Abwasser, das aus tiefer liegenden Räumen (unterhalb der Rückstauebene) stammt, muss mittels Abwasserhebeanlage bis über die Rückstauebene angehoben werden.