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Zeitgemäß bauen. Energetisch modernisieren.

3.1.7 Einbruchsicherung

Ungesicherte Fenster und Türen bieten Einbrechern relativ einfach Zugang. Achten Sie beim Neubau darauf, dass geprüfte und nach DIN V ENV 1627 klassifizierte Bauelemente verwendet werden.

Bei Altbauten kann der Einbruchschutz verbessert werden, indem bestehende Bauelemente ausgetauscht oder Nachrüstsicherungen eingesetzt werden. Seit September 2000 sind diese Zusatzverriegelungen nach DIN 18104-1 hinsichtlich ihrer einbruchhemmenden Wirkung geprüft und bewertet. Auch der Verband der Sachversicherer e. V. (VdS) hat hierzu ein Regelwerk erstellt. Beachten Sie beim Kauf das entsprechende Gütezeichen. Alle kriminalpolizeilichen Beratungsstellen geben Listen mit geprüften und zertifizierten Nachrüstsicherungen aus.

So schützen Sie Ihr Haus vor Dieben:

Versehen Sie alle Fenster und Fenstertüren, aber auch Dachfenster und Lichtkuppeln mit einem abschließbaren Fenstergriff. Am wirkungsvollsten ist der Austausch des Verriegelungssystems, indem die üblichen Fenstergetriebe mit Rollzapfen gegen welche mit Pilzkopfzapfen getauscht werden. Diese verhaken sich in den Schließblechen des Rahmens und halten einfachen Hebelwerkzeugen stand. 


Gefährdete Fenster verglasen Sie am besten mit Sicherheitsglas, eventuell sogar mit Alarmdrahteinlage zum Anschluss an eine Einbruchmeldeanlage. Besonders gefährdete Fenster schützen Sie mit stabilen Gittern aus Stahlrohren oder Vollprofilen mit Querverstrebungen und verschweißten Kreuzungspunkten, die fest stehend, als Roll- oder Scherengitter ausgeführt werden.

Kellerfenster sollten Sie mit stabilen Lichtschachtabdeckungen versehen, die bestenfalls aus Glasstahlbeton bestehen. Mit einem Gitterrost über dem Kellerlichtschacht erzielen Sie keinen ausreichenden Schutz, selbst wenn sie es mit Ketten, Stangen oder Winkeleisen sichern. Wirksamer sind eingemauerte Stahlrohre mit einem maximalen Abstand von 100 mm untereinander.

Auch Nebentüren zu Boden- oder Kellerräumen sollten Sie mit zusätzlichen Riegelschlössern versehen.

Bei Schlössern und Beschlägen an Außentüren sollten Sie grundsätzlich Sicherheitsschlösser (Chubbschlösser, Zylinderschlösser, Codeschlösser) verwenden, eventuell auch zusätzliche Riegelschlösser, stabile Schließbleche, Sicherheitstürschilder und Distanzsperren. Schlagfeste, mehrschichtige transparente Kunststoffplatten oder Glassteine mit Stahleinlage in den Fugen können anstelle von Verglasungen eingesetzt werden.

Klappläden können mit einer Sicherung gegen Ausheben versehen werden. Rollläden mit einem schweren Rollladenpanzer und fest verankerten Führungsschienen gegen Hochschieben. Die einbruchhemmende Wirkung von Rollläden ist in DIN V ENV 1627 festgeschrieben. Wenn Rollläden während einer längeren Abwesenheit per Zeitschaltuhr gesteuert und betätigt werden, wirkt das Haus bewohnt.

Für Wertgegenstände und wichtige Papiere (Urkunden, Verträge, Versicherungspolicen etc.) sollten Sie einen Tresor im Innenbereich nutzen.