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Zeitgemäß bauen. Energetisch modernisieren.

3.2.4 Gestaltungshinweise

Geschickt eingesetzt können Sie mit unterschiedlichen Farbtönen und zielgerichteter Beleuchtung ungünstige Raumproportionen ausgleichen und Räume in verschiedene Bereiche gliedern. Bei der Auswahl der entsprechenden Farben spielen die jeweiligen Lichtverhältnisse eine entscheidende Rolle: Sind die Räume nach Süden gelegen und bekommen viel Sonnenlicht? Oder handelt es sich um eher dunkle Räume mit einer Nordausrichtung, die auch tagsüber häufig mit Kunstlicht beleuchtet werden müssen? Professionelle Farbsysteme der Hersteller helfen Ihnen bei der optimalen Auswahl.

Nicht nur Farben, sondern auch Muster können die Raumproportionen verändern. Vertikale Streifen (Tapeten, Paneele, Fugen) lassen den Raum höher erscheinen, horizontale Muster (umlaufende Friese, Bordüren, Stuckleisten) machen den Raum optisch weiter, aber – je nach Farbauswahl und Lichtverhältnissen – eventuell auch etwas niedriger. Durch großflächige Spiegel erzeugen Sie Weite im Raum. Und auch die Struktur der Oberflächen hat Einfluss auf die Raumwirkung: Glatte Oberflächen reflektieren das Licht und schaffen neben einer gewissen Eleganz auch eine gefühlte Weite. Raue und matte Oberflächen schlucken das Licht und passen zu einem natürlicheren Einrichtungsstil.

Außerdem hat die Oberflächenstruktur entscheidenden Einfluss auf die Raumakustik: Harte und glatte Oberflächen reflektieren nämlich nicht nur das Licht, sondern auch den Schall. Um diesen Nachhall zu mindern, gibt es verschiedene Produkte im Fachhandel, wie z. B. spezielle Akustikputze.

Architekten und Fachhandwerker beraten Sie gern!

Die Raumpsychologie geht davon aus, dass Menschen und ihr Umfeld eng miteinander verwoben sind. Ihre tägliche Umgebung hat also erheblichen Einfluss auf Ihren Körper und Ihren Geist. Ein harmonisch gestaltetes Zuhause vermittelt Schutz und Geborgenheit, außerdem bietet es Ihnen Rückhalt und stärkt Ihre Persönlichkeit.

Energie und Qualität eines Raumes nehmen Einfluss auf seine Bewohner: In einem Souterrain herrscht eine komplett andere Stimmung als in einem Loft. Kleine, schmale Fenster erinnern eher an Schießscharten als z. B. große, bodentiefe Fenster, die eine luftige Raumenergie entstehen lassen. Und auch die Farbgestaltung hat ein großes Gewicht in der Raumgestaltung: Einen vorwiegend blau gestrichenen Raum empfinden Menschen um zwei Grad kühler als ein Zimmer mit neutraler Wandfarbe. Und auch Dekorationselemente und Accessoires senden eine Botschaft an das Unterbewusstsein. Ein krasses Beispiel hierfür: Auch wenn Ihr Bewusstsein eine Skulptur in Form einer Büste oder eines Torsos registriert, erkennt Ihr Unterbewusstsein den mir der Verstümmelung einhergehenden Schmerz.

Die chinesische Erfahrungswissenschaft Feng-Shui legt Wert auf lebensgerechtes Bauen, Wohnen und Arbeiten. In dieser Lehre werden immer die ganzheitlichen Zusammenhänge zwischen der Umgebung und dem menschlichen Wohlergehen betrachtet: Schon vor etlichen Jahrtausenden beobachteten chinesische Gelehrte das Verhalten der Naturkräfte in Landschaften, Häusern und Räumen. Aus den registrierten Auswirkungen auf den Menschen entstanden wertvolle Regeln, wie das Lebensumfeld zur gesundheitlichen und persönlichen Entwicklung beitragen kann. Feng-Shui bezeichnet man auch als „Akupunktur im Raum“: Während die Akupunktur in der traditionellen chinesischen Medizin den Energiefluss im menschlichen Körper anregen soll, trägt sie in der Architektur zur Harmonisierung des Energieflusses in Landschaften, Gebäuden und Räumen bei. Zahlreiche Beobachtungen belegen, dass Gesundheit und Wohlergehen besonders dort vorherrschen, wo ein stetiger und harmonischer Energiefluss vorhanden ist. Diesen erzielen Sie unter anderem durch angenehmes Licht, gesunde Pflanzen und eine entsprechende Anordnung von Räumen und Mobiliar. Scharfe Möbelkanten, aggressive Symbole oder schmale Pfeiler/Säulen fördern ihn nicht.

Neben einem ungestörten Energiefluss ist das Thema Balance ein wesentliches Merkmal dieses fernöstlichen Konzepts. Menschen fühlen sich erfahrungsgemäß dort am wohlsten, wo ein rhythmischer Ausgleich von Gegensätzen gegeben ist: Lichtinseln und Schattenbereiche statt einer flächigen Beleuchtung. Pflanzen und Blumen, die ein Übermaß an Stein und Chrom abmildern. Fließende, weiche Stoffe, die viele gerade Fronten und rechte Winkel ausgleichen.

Ein weiterer Bestandteil der harmonischen Raumgestaltung ist die Lehre der fünf Elemente. Jede Form, jede Farbe und jedes Material wird einem der Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall oder Wasser zugeordnet. Da diese Elemente permanent untereinander in Aktion treten, entsteht entweder Harmonie oder ein Konflikt. Kombinationen, die ein harmonisches Verhältnis erzeugen, lassen eine Wohlfühlatmosphäre entstehen. Konflikte, wie zum Beispiel der zwischen Feuer und Wasser, müssen aber nicht zwangsläufig schlecht sein, sondern können auch genutzt werden, um unbelebte Bereiche aufzufrischen.

Daneben spielen zahlreiche weitere Faktoren bei einer seriösen Feng Shui Beratung eine entscheidende Rolle: unter anderem die Himmelsrichtungen, die Geburtsdaten der Bewohner, das Baujahr der Immobilie oder der Zeitpunkt des Einzugs bzw. der Modernisierung.