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Zeitgemäß bauen. Energetisch modernisieren.

3.1.3 Türen

Sie möchten sich einen Überblick über die verschiedenen Haustüren, Haustürbeschläge, Schlösser und Schließanlagen verschaffen? Außerdem sind Sie auf der Suche nach geeigneten Nebentüren, einem Vordach, Innentüren und Innentürbeschlägen? In dieser Rubrik finden Sie hierzu alle relevanten Informationen.

3.1.3.a Haustür

Die Haustür bezeichnet man gern als „Visitenkarte“ des Hauses. Sie ist ein wichtiges Gestaltungselement und wird in Abstimmung mit der Fassade geplant. Denken Sie bei der Planung des Eingangsbereichs auch an einen Wind- und Regenschutz, z. B. in Form eines Vordachs, und an einen Abtrittrost.

Eingangstüren gibt es in transparenter, halbtransparenter oder geschlossener Ausführung. Sie werden als Fertigtüren in vielfältigen Varianten oder als Einzelanfertigung angeboten. Neben den ästhetischen Ansprüchen muss die Haustür eine ganze Reihe technischer Anforderungen erfüllen.

Achten Sie bei der Auswahl auf:


Im Handel erhältlich sind Rahmentüren mit Glas-, Holz- oder Kunststofffüllungen und glatte Türblätter, auf Wunsch mit eingeschnittenen Öffnungen, als Aluminiumtüren, Holztüren, Kunststofftüren, Stahltüren. Berücksichtigen Sie bei den Türabmessungen unbedingt die Maße Ihres Mobiliars.

3.1.3.b Haustürbeschläge

Die störungsfreie Funktion und die Einbruchsicherheit einer Haustür hängen vorrangig von den entsprechenden Beschlägen ab. Für Aufhängung gibt es stabile Türbänder, die gegebenenfalls mit Hintergreifhaken als zusätzliche Sicherung gegen das Aufhebeln versehen werden. Schlösser und Schließbleche sollten gut befestigt sein. Ein Türschließer ist notwendig, wenn Sie sich eine selbstschließende Tür wünschen. Denken Sie bei Planung und Auswahl auch an weiteres Zubehör wie Türpuffer, Türfeststeller und Türspion. Zum Schließen und Öffnen stehen Türgarnituren in vielfältiger Form aus unterschiedlichen Materialien zur Verfügung. Haustüren sind innen meist mit Drücker und außen mit nicht drehbarem Türknopf ausgestattet. Die Haustür sollte sowohl von innen als auch von außen mit einem Schlüssel verschließbar sein. Mit Sicherheitstürschildern können Sie ein gewaltsames Entfernen oder Zerstören des Schließzylinders verhindern.

3.1.3.c Schlösser und Schließanlagen

Schlösser sind mechanische Sicherungsmaßnahmen – sie schützen Ihr Heim gegen unbefugten Zutritt, unbefugte Nutzung, gegen Diebstahl und Beschädigung.
In Bezug auf die Sicherungsart unterscheidet man:


Für zusätzliche Sicherheit sorgen Querriegelschlösser, Schwenkriegelschlösser und Distanzsperren.
Eine Schließanlage ermöglicht das Betätigen aller Schlösser mit einem Hauptschlüssel, obwohl jedes einzelne Schloss unterschiedlich schließt. Mit speziellen Schließsystemen können Sie mechanische Schließanlagen um vollelektronische Zylinder erweitern. Auch eine spätere Nachrüstung von mechanischen Schlüsseln mit elektronischen Transpondern ist alternativ möglich. Mit motorischen Türverriegelungen wird älteren oder körperbehinderten Menschen der Zugang erleichtert.

3.1.3.d Nebentüren

Die Nebeneingänge (Garagentüren, Kelleraußentüren) können Sie zwar in einer einfacheren Ausführung gestalten, im Hinblick auf den Einbruchschutz sollten sie aber zwingend genauso sicher sein wie die Haustür. Garagentüren sind, was Form, Material und Ausführung anbelangt, passend zum Garagentor erhältlich.

3.1.3.e Vordach

Oberhalb der Haustür montiert, dient das Vordach als Regenschutz für den Eingangsbereich. Passende Seitenblenden sorgen zusätzlich für Windschutz. Wichtig sind in diesem Fall ein harmonischer Gesamteindruck sowie saubere und fachgerechte Anschlüsse an die Fassade.
Regenwasser wird über Wasserspeier, Dachrinnen und Regenfallrohre oder Regenablaufketten abgeleitet. Wichtig ist, dass das Wasser nicht am Gebäude herunter oder auf den Gehweg läuft (Glatteisbildung!). Vordächer erhalten Sie auch als Fertigelemente inklusive Seitenblenden und allem Befestigungszubehör im Handel.

Geeignete Materialien für das Vordach sind zum Beispiel:


3.1.3.f Innentüren

Innentüren sorgen für eine Trennung bzw. Verbindung von Räumen. Sie schützen vor Einblicken, vor Geräuschen, vor Kälte und Zugluft. Da ihre Gestaltung den Charakter eines Raums wesentlich bestimmt, sollten Sie sie passend zu Ihrem Mobiliar auswählen. Innentüren sind in unterschiedlichen Fertigungsgraden erhältlich: sie reichen vom unbehandelten Türblatt bis hin zum montagefertigen Einbauelement einschließlich Oberflächenbehandlung.

Achten Sie bei der Planung auf die Aufschlagrichtung und wählen sie die Anordnung so, dass man beim Öffnen den Raum übersehen und ungehindert betreten kann. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, dass zwei Türen in einer Raumecke zusammentreffen, dürfen sie dabei keinesfalls zusammenschlagen. Außerdem sollten sie nicht direkt neben einer Wand angeordnet werden, denn dadurch geht wertvolle Stellfläche verloren.

Innentüren werden, was ihre Gebrauchsqualität anbetrifft, durch eine RAL-Gütegemeinschaft nach Klimaklassen und mechanischen Beanspruchungsstufen klassifiziert. Die Kombination von Klimaklasse und mechanischer Beanspruchungsstufe ergibt die optimale Zuordnung zum jeweiligen Einsatzbereich.

An Innentüren werden besonders hohe Anforderungen in Bezug auf den Schallschutz gestellt. Die Einteilung ist ähnlich wie bei Fenstern. Maßgebend ist hier das bewertete Schalldämmmaß Rw der fertig eingebauten Tür (DIN 4109): Dieser Wert sollte bei Türen, die zwei Wohnräume miteinander verbinden, mindestens 37 dB betragen, bei Türen, die in einen Wohnflur führen, mindestens 27 dB.
Je schwerer eine Tür ist und je besser die Dichtung am Boden und im Bereich der Falze ist, desto höher ist ihr Schallschutz.

Folgende Öffnungsarten sind möglich:


Hinsichtlich des Türmaterials sind zu unterscheiden:


Passend zur Oberflächenausführung der normalen Innentüren gibt es für besondere Einsatzbereiche Brandschutz-, Rauchschutz- und Sicherheitstüren (einbruchhemmende Türen). Die Türumrahmungen bilden Blockrahmen, Blendrahmen, Türzargen sowie Türfutter und -bekleidung aus. Der sogenannte Türfußpunkt wird entweder mit Anschlag (Türschwelle) oder ohne Anschlag ausgeführt. Türen ohne Anschlag lassen den Wohnbereich großzügiger erscheinen und vermeiden Stolperstellen. Außerdem können Reinigungsgeräte, Rollstühle etc. ungehindert eingesetzt werden. Andererseits ist die untere Türkonstruktion maßgebend für Wärme- und Schallschutz sowie die Vermeidung von Zugluft.
Zusätzliche Dichtungsschienen aus Gummi oder Kunststoff, eingenutet und höhenverstellbar, können Abhilfe bei undichten Türen schaffen.

3.1.3.g Innentürbeschläge

Türgarnituren sollten Sie je nach Türgröße und Beanspruchung auswählen. Material und Oberfläche der Türen sollten möglichst zu den Fensterbeschlägen passen. Türgriffe werden 110 cm über dem Fußboden angebracht. Die Aufhängung erfolgt über zwei, bei schweren oder überbreiten Türen über drei Türbänder. Als Türschlösser werden für Innentüren Einsteckschlösser eingesetzt, bei besonderen Türkonstruktionen und Anforderungen gegebenenfalls Sonderschlösser. Für eine selbstschließende Tür wird ein Türschließer benötigt. Zum weiteren Zubehör gehören Türpuffer und Türfeststeller. Denken Sie bei Wohnungseingangstüren auch an Briefschlitzklappen und Türspione.