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Zeitgemäß bauen. Energetisch modernisieren.

3.3.2 Wohnbereich

Im Wohnbereich finden viele gemeinsame Aktivitäten der Familie (Feste, Familiengespräche, Spieleabende etc.) statt. Gleichzeitig ist es ein Ort, an dem man entspannen möchte: Er sollte also auch die Möglichkeit bieten, in Ruhe ein Buch zu lesen, fernzusehen oder Musik zu hören. Benötigt werden demnach Sitzmöbel, Aufbewahrungsmöbel und Möbel für Fernseher und Stereoanlage.

Wenn es die Raumgröße zulässt, ist es also ratsam, den Wohnraum in verschiedene Bereiche zu gliedern. Neben der Sitzgruppe und dem Essplatz könnte z. B. mit einer offenen Bücherwand ein intimer Leseplatz abgeteilt und eingerichtet werden, der zum Entspannen einlädt. Eine persönliche Note erzielen Sie mit Accessoires, die Ihren Einrichtungsstil und Ihre Persönlichkeit widerspiegeln: Hier kommen Bilder, Skulpturen, Laternen und Pflanzen infrage. Geschickt inszeniert dienen ausgefallene Einzelmöbel in einem Raum ebenfalls als interessantes Gestaltungselement. Achtung: Auch bei der Einrichtung gilt „weniger ist mehr“.

Mit einem offenen Kamin, einem Kachel- oder Kaminofen schaffen Sie – besonders in den Übergangs- und Wintermonaten – eine behagliche und gemütliche Atmosphäre. Durch eine entsprechende Möblierung kann er z. B. Zentrum oder Blickpunkt der Sitzgruppe bilden. Beachten Sie bei der Raumplanung, dass auch Kaminbesteck und Feuerholz untergebracht werden müssen. Falls Sie einen Flügel oder ein Klavier im gleichen Raum aufstellen möchten, bedenken Sie, dass diese Instrumente möglichst geringen Temperatur- und Luftfeuchteschwankungen ausgesetzt sind. Vermeiden Sie Zugluft, die Aufstellung an Außenwänden oder in direkter Nähe zur Heizung.

Sitzmöbel

Das Hauptaugenmerk im Wohnbereich liegt auf der Sitzgruppe. Es gibt diverse Möglichkeiten, sie in Kombination mit Tischen und anderen Ablagemöglichkeiten anzuordnen. Dabei stellt sich immer die Frage nach den Nutzungswünschen:
Als klassische Variante gilt die Kombination aus Sofa und Einzelsesseln.
Zweisitzer fördern eine entspannte Kommunikation und gelten als sehr platzsparende Variante.
Einzelsessel zeichnen sich durch eine hohe Flexibilität aus, denn die Runde kann beliebig erweitert und immer wieder neu angeordnet werden. Dieser große Spiel- und Bewegungsraum benötigt allerdings viel Platz.
Immer häufiger kommen so genannte Sitzlandschaften zum Einsatz. Sie bestehen aus mehreren miteinander verbundenen Einzelelementen, die dem Grundriss des Raumes angepasst werden können.

Wichtig für den gewünschten Sitzkomfort ist die Art der Polsterung. Neben einem optisch ansprechenden Posterstoff spielen auch Strapazierfähigkeit und Pflegehinweise eine entscheidende Rolle. Folgende Bezugsstoffe werden für Polstermöbel verwendet:


Ein höhenverstellbarer, in der Mitte der Sitzgruppe angeordneter Tisch kann auch als Esstisch oder für kleinere Büroarbeiten und Gesellschaftsspiele genutzt werden. Satz- oder Beistelltische sind flexibel in der Handhabe und als zusätzliche Ablage schnell einsetzbar. Auch wenn Glas- oder Acryltische in der Pflege etwas aufwendiger sind, gelten sie wegen ihrer Transparenz als unschlagbare Lösung für kleine Räume.

Aufbewahrungsmöbel
Ob Bücher und CDs oder Porzellan, Gläser, Spiele und Handarbeitsutensilien – im Wohnraum sollen zahlreiche Gegenstände einen guten Platz finden. Sie sorgen nämlich für eine persönliche Note und bringen Behaglichkeit in den Raum. Bücher platzieren Sie am besten griffbereit in offenen Regalen, während Spiele und Handarbeitszubehör besser in Schubladen oder hinter geschlossenen Türen verstaut werden. Geschirr, Gläser und weitere dekorative Objekte kommen in Glasvitrinen besonders gut zur Geltung – vor allem, wenn das Möbel von innen beleuchtet ist.

Der Fachhandel bietet für nahezu jeden Wunsch und Geschmack das passende Möbel an:
Schrank- und Regalsysteme, die direkt an der Wand platziert werden (Wohnwandsysteme)
offene Wohnwände, die durch eine beidseitige Nutzung auch als Raumteiler verwendet werden können
attraktive Einzelmöbel, wie z. B. Sekretäre, Vitrinen und Büfetts

Für einen harmonischen und stimmigen Eindruck sollten Sie darauf achten, dass alle Möbel eines Raumes aufeinander abgestimmt sind, was Material, Farbe und Proportionen anbetrifft. Wenn Sie sich für ein Schranksystem entscheiden, achten Sie auf Flexibilität und Anbau- bzw. Umbaufähigkeit. Bei Möbeln, die Sie frei in den Raum stellen oder als Raumteiler nutzen möchten, sollte auch die Rückseite sehenswert sein. Wertgegenstände und wichtige Papiere (Verträge, Urkunden, Versicherungspolicen) heben Sie am besten in einem Tresor auf.


Möbel für TV und Stereoanlage
Neben den oben genannten Utensilien sollen im Allgemeinen auch Fernseher und Stereoanlage im Wohnbereich untergebracht werden. Zeitgemäße Geräte verfügen über 16:9-Bildschirme und ermöglichen die bildschirmfüllende Wiedergabe von Breitwand-Kinofilmen ohne die störenden schwarzen Balken am oberen und unteren Bildrand. Die Größe des Bildschirms sollte zwingend auf den Sehabstand abgestimmt werden. Außerdem gilt es, auf einen optimalen Blickwinkel zu achten.

Die Möbelindustrie bietet zahlreiche Einzelmöbel an, die speziell für die Unterbringung von Geräten der Unterhaltungselektronik konzipiert wurden. Sie vermeiden nicht nur „Kabelsalat“, sondern sorgen außerdem für eine optimale Bedienungsfreundlichkeit. Auch Schranksysteme kommen infrage – bedenken Sie in diesem Fall aber die mögliche Wärmeentwicklung der Geräte.

Für den optimalen Klang beim Musikhören und Fernsehen ist die Position der Lautsprecherboxen verantwortlich: Platzieren Sie sie möglichst symmetrisch in Ohrhöhe und verdecken Sie sie nicht mit Möbelstücken oder Vorhängen. Mit so genannten Dolby-Surround-Anlagen (Raumklangsystemen) werden Lautsprecher und Fernseher zum Heimkino, so dass Sie auch zuhause die Soundeffekte moderner Kinofilme genießen können.

Wenn Sie sich für eine zentrale Musik- oder Videoanlage entscheiden, versorgt diese die Lautsprecher bzw. den Fernseher im jeweiligen Raum und wird via Bedienelement gesteuert. Folgende Fragen sollten Sie im Vorfeld klären: