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Zeitgemäß bauen. Energetisch modernisieren.

1.1.6 Dach- und Kellerausbau

Sie planen einen Dachausbau und möchten sich in diesem Zuge auch über die möglichen Gaubenvarianten informieren? Sie benötigen wichtige Hinweise und Grundsätze zu einem geplanten Kellerausbau?

In dieser Rubrik finden Sie alle Antworten auf Ihre Fragen.

1.1.6.a Dachausbau

Ein Dachausbau stellt eine preiswerte und architektonisch reizvolle Erweiterung der Wohnfläche dar. Mit sichtbarer Dachkonstruktion, Balken, Pfosten, Streben und Schrägen geben Sie einer Dachwohnung einen ganz besonderen Charakter. Allerdings müssen Sie hierbei nicht nur bauliche Gegebenheiten und besondere Bauvorschriften beachten, sondern benötigen eventuell eine Baugenehmigung. Deshalb holen Sie sich bestenfalls schon frühzeitig Rat bei einem Architekten oder der Baubehörde.

Über die Genehmigung entscheiden:


Darüber hinaus dürfen historische Bauwerke durch den Dachausbau nicht beeinträchtigt werden. Die Dachdeckung muss funktionsfähig sein. Wichtige Voraussetzungen für die Wirtschaftlichkeit sind eine Dachneigung von über 30°, eine möglichst große Haustiefe und freie Giebelflächen. Über mindestens 2/3 der Grundfläche sollte die Raumhöhe 2,50 m betragen, bei Einfamilienhäusern gegebenenfalls 2,30 m. In einen großen Dachboden können Sie eventuell sogar ein weiteres Geschoss oder eine Galerie einbauen. Mit einer Dachanhebung gewinnen Sie zusätzliche Höhe. Der Treppenaufgang benötigt eine lichte Treppenweite von 80 cm. Beim Steigungsverhältnis der Treppen müssen Sie den Vorschriften der Landesbauordnung Rechnung tragen. Aufgrund des Treppeneinbaus verändert sich meist auch der Grundriss des darunterliegenden Geschosses.

Möglicherweise müssen Sie im Rahmen des Dachausbaus eine Umdeckung oder Neueindeckung sowie die Verbesserung der Wärmedämmung und der Einbau einer Dampfsperre einkalkulieren. Denn ein ausgebautes Dach benötigt besondere Wärmeschutzmaßnahmen, wie zum Beispiel Wärmedämmung unter, auf bzw. zwischen den Sparren.

Da der Fußboden des Dachgeschosses eine neue Nutzlast aufnehmen muss, ist eventuell eine Deckenverstärkung nötig, die sehr kostenintensiv ist und unbedingt von einem Statiker berechnet werden sollte. Falls bei der statischen Berechnung der Decke bereits ein Zuschlag für Zwischenwände berücksichtigt worden ist, können Sie nicht tragende Trennwände mit dem entsprechenden Gewichtszuschlag an jeder beliebigen Stelle anordnen.

Bei Wohnungstrenndecken ist ganz besonders auf eine ausreichende Trittschalldämmung zu achten, die Sie nachträglich durch einen schwimmenden Estrich, gegebenenfalls als Trockenestrich, erzielen. Die bereits vorhandenen, meist relativ dünnen Wände können Sie durch Vorsatzschalen schalltechnisch verbessern.

Achten Sie auf eine großzügige Belichtung durch Dachwohnraumfenster, Dachgauben, Giebelfenster oder einen Dachbalkon. Berücksichtigen Sie beim Einbau großflächiger Fenster einen ausreichenden Sonnenschutz. Entweder durch die Verwendung spezieller Sonnenschutzgläser oder durch innen- bzw. außenliegende Sonnenschutzanlagen.

Sollte das bestehende Netz für die Versorgung der zusätzlichen Wohnfläche nicht ausreichen, müssen Sie neue Leitungen für Strom, Heizung, Gas, Wasser und Abwasser vom Hausanschluss bis zum Dach verlegen. Die meisten Ver- und Entsorgungsleitungen können Sie aber zwischen den Verkleidungsmaterialien der Wände und den Dachschrägen „verstecken“.

Auch Besitzer eines Flachdach-Bungalows können sich übrigens nach eingehender Prüfung der Statik und Nachfrage beim zuständigen Bauamt eine Dacherneuerung mit einer zum Haus und der Umgebung passenden Dachform schaffen.

1.1.6.b Gaubenvarianten

Eine der einfachsten und am häufigsten verwendeten Gaubenformen ist die Schleppgaube. Ohne Grate und Kehlen „schleppt“ sie das steilere Hauptdach mit geringerer Neigung ab.

Die Satteldachgaube ist die zweithäufigste Variante. Bei ihrem Einbau müssen Sie keine Rücksicht auf das Raster der Hauptdacheindeckung nehmen, weil sie zwei Kehlen hat, an denen die Eindeckung geschnitten wird.

Die Walmgaube ist eine Kombination aus Schlepp- und Satteldachgaube. Sie verfügt über drei Traufen – der Walm erhält oftmals die gleiche Neigung wie das Hauptdach.

Bei der Fledermausgaube wird die Dachhaut nur leicht angehoben und nicht unterbrochen. Diese Gaubenform ist besonders geeignet für Schindel-, Reet- und Schieferdeckungen.

1.1.6.c Kellerausbau

Der meist im Erdreich verborgene Keller bietet ideale Voraussetzung für die Vorratshaltung und Weinlagerung, denn er ist oft nur mit kleinen Fenstern versehen, dunkel und unbeheizt.
Je nach Raumhöhe können aber auch Räume zur Erweiterung der Wohnfläche untergebracht werden: Von einer Sauna über den Fitness- oder Hobbyraum bis hin zum Arbeitszimmer ist alles denkbar. Und auch das separate Musikzimmer, die Bibliothek oder ein geräumiges Gästezimmer findet hier Platz.

Eine großzügige Belichtung ist dabei Voraussetzung für´s Wohlgefühl: Durch den Einsatz von Spiegeln, Glas und entsprechende Fensterrahmen kann die Illusion größerer Fensterflächen geschaffen werden. Wenn Sie Teile der Kelleraußenwände freilegen, können
tiefer gezogener Fensteröffnungen und direkte Ausgänge ins Freie realisiert werden.

Für die Einrichtung von Wohnräumen in Untergeschossen gelten die nachfolgenden Voraussetzungen: