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Zeitgemäß bauen. Energetisch modernisieren.

1.2.4 Anfallende Kosten für den Bauherrn

Für Sie als Bauherr ist es natürlich wichtig zu wissen, welche Kosten Fachleute den Baukosten und den Baunebenkosten zuordnen. Unter Baukosten versteht man grundsätzlich alle finanziellen Aufwendungen für Planung und Ausführung von Baumaßnahmen. Man unterscheidet reine Baukosten (die Kosten für das Bauwerk) und Baunebenkosten (die Kosten für Außenanlagen sowie sonstige Kosten). Grundstückskosten gehören nicht dazu.

Wie viel Haus kann ich mir leisten?
Für einen sicheren Finanzierungsplan stellen Sie Einnahmen und Ausgaben gegenüber, und zwar inklusive Ihrer monatlichen Leistungen für die Immobilienfinanzierung.


Auf der Habenseite stehen Ihre Einkünfte, also Löhne, Gehälter und die Erträge aus selbstständiger Arbeit. Hierzu gehören außerdem Mieterträge, Steuerermäßigungen wie Abschreibungen und ggf. Verluste, Kindergeld, Renten, Mietbeihilfen, Zinserträge und Dividenden. Hinzu kommen eventuell noch besondere Zuschüsse für kinderreiche Familien, die ihnen ermöglichen sollen, Wohneigentum zu erwerben.

Auf der Ausgabenseite stehen die Zinsen und Tilgungen der Fremdmittel sowie Kosten für Versicherungen und Unterhaltung:


Die Summe, die nach Abzug all dieser Kosten von Ihrem Jahresnettoeinkommen übrig bleibt, muss dafür ausreichen, Ihren Lebensunterhalt in angemessener Form zu bestreiten. Um nun für die Gespräche mit Banken und Kreditgebern gerüstet zu sein, sollten Sie über diese zehn Begrifflichkeiten Bescheid wissen:

Auszahlungskurs 
Diesen Prozentsatz haben Sie als Geldmittel tatsächlich zur Verfügung. Beispiel: Wenn bei einer Kreditsumme von 150.000 Euro der Auszahlungskurs 95 Prozent (= 5 Prozent Disagio) beträgt, stehen Ihnen 142.500 Euro zur Verfügung.

Bearbeitungsgebühr
 Viele Banken erheben Bearbeitungsgebühren: entweder für die einmalige Bearbeitung Ihres Kreditantrags oder auch fortlaufend für die kontinuierliche Führung Ihres Darlehensvertrags.

Bereitstellungszinsen
 Wenn Sie die vom Kreditgeber zugesagten Mittel später als geplant abrufen möchten, berechnen etliche Banken so genannte Bereitstellungszinsen.

Effektiver Jahreszins
 Der Effektivzinssatz berechnet sich aus Nominalzinssatz, Auszahlungskurs und Zinsfestschreibung. Er berücksichtigt zudem sämtliche Kosten des Kredits (z. B. Disagio, Gebühren) und liegt über dem Nominalzinssatz.

Laufzeit 
Die Laufzeit beschreibt das Zeitfenster bis zur vollständigen Rückzahlung des Kredits.

Nominal- oder Nennbetrag
 Hierbei handelt es sich um die Summe des Darlehensvertrags. Sie bildet die Basis für die Berechnung von Tilgungs- und Zinsbeträgen.

Nominalzins
 Mit diesem Zinssatz wird der Nominalbetrag verzinst.

Restschuld
 Dieser Betrag muss bei einer Neufestsetzung der Konditionen (Zinssatz, Tilgung) während der Laufzeit noch zurückgezahlt werden.

Schätzgebühren
 Sollte der Kreditgeber selbst oder ein Beauftragter den Wert Ihres Objekts ermitteln, fallen diese Kosten an und bewirken eventuell eine Erhöhung des Effektivzinssatzes.

Zinsfestschreibung
 Diese Absprache legt fest, dass die Konditionen eines Darlehens für einen fest vereinbarten Zeitraum nicht verändert werden. Sollten Sie den Kredit vorzeitig zurückzahlen wollen, kann der Kreditgeber eine so genannte Vorfälligkeitsentschädigung verlangen, da ihm Zinserträge verloren gehen.