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Zeitgemäß bauen. Energetisch modernisieren.

1.1.1 Planen und Vorbereiten

Sie planen einen Immobilienkauf? Möchten sich über altersgerechtes oder barrierefreies Wohnen informieren? Wünschen sich Informationen, mit welchen Mitteln Sie Geborgenheit und Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden erzielen? Benötigen Tipps zu preiswerten Alternativen beim Bauen? Möchten sich mit den Gepflogenheiten beim Richtfest vertraut machen?

In dieser Rubrik finden Sie alle Antworten auf Ihre Fragen.


1.1.1.a Immobilienkauf

Die zentralen Fragen bei der Planung und Vorbereitung lauten: Was gilt es beim Kauf einer Immobilie zu beachten? Was sollten Sie beim Erwerb eines Grundstücks bedenken? Nicht jedes Grundstücksformat ermöglicht es Ihnen, Ihre individuellen Bebauungswünsche umzusetzen. Eventuell ist auch die Beschaffenheit des Baugrunds nicht für Ihre Pläne und Wünsche geeignet, beispielsweise durch einen zu hohen Grundwasserstand.

Eine durchaus lohnenswerte Alternative zum Neubau kann der Kauf eines Altbaus mit anschließender Modernisierung und Anpassung an die persönlichen Wohnwünsche sein.
Da aber eventuell vorhandene bauliche Mängel oder die erforderlichen Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen für einen Laien oft nicht zu erkennen bzw. zu beurteilen sind, ziehen Sie am besten schon vor der Kaufentscheidung einen Architekten zurate. Er berät Sie zu notwendigen bzw. gewünschten Maßnahmen, wie Grundrissänderungen, Dach- oder Kellerausbau, Anbau eines Wintergartens, Außenwandbekleidung, Fensteraustausch, Haustechnik etc.

Achten Sie beim Erwerb eines Hauses u. a. auf:


Bei Eigentumswohnungen teilen sich mehrere Miteigentümer die anfallende Grundbelastung, weshalb sie zu einem vergleichsweise geringen Gesamtpreis zu erwerben sind. Das Wohnungseigentum setzt sich zusammen aus dem Sondereigentum an einer Wohnung und einem Miteigentumsanteil am Gemeinschaftseigentum.

Die sogenannte Teilungserklärung und ein Aufteilungsplan bestimmen:


Den Kaufvertrag schließen Sie vor einem Notar. Der Eigentumsübergang wird durch Auflassung (Auflassungsvormerkung) und Eintragung in das Grundbuch vollzogen.


Das Verhältnis der Wohnungseigentümer untereinander wird durch eine Gemeinschaftsordnung geregelt. Die Eigentümer bestellen einen Verwalter für sämtliche Verwaltungstätigkeiten und wählen je nach Anzahl der Parteien einen mehrköpfigen Eigentümerbeirat, der als Ansprechpartner für den Verwalter fungiert.



1.1.1.b Geborgenheit und Wohlbefinden

Die eigene Immobilie, ob Haus oder Wohnung, hat für viele Menschen eine besondere Bedeutung: als Rückzugsort, persönliches Heim und Ort des Familiengeschehens. Eine entsprechende Ausstattung und Gestaltung vermittelt nicht nur Geborgenheit, Sicherheit und Wohlbefinden sondern sorgt außerdem für ein gesundes Wohnklima. Diese Punkte sollten Sie dabei beachten:


- Frischluftbedarf: ca. 30 m3 pro Person und Stunde
- relative Luftfeuchtigkeit: 30 bis 60%

- Raumtemperaturen: zwischen 14 und 24°C, je nach Tätigkeit



Ein gesundes Raumklima setzt die Verwendung schadstofffreier Baustoffe und entsprechender Konstruktionen voraus. Gesetzliche Regelungen schließen allerdings nicht immer aus, dass durch Baufehler oder durch die Verwendung nicht gebräuchlicher, nicht bewährter oder nicht zugelassener Baustoffe, Bauteile und Bauarten Gesundheitsgefahren entstehen. Sollte dies der Fall sein, sind die Bauaufsichts- und Gesundheitsämter dazu verpflichtet, unverzüglich Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Setzen Sie deshalb auf bewährte und allgemein gebräuchliche Baustoffe, bei deren fachgerechtem Einbau nach heutigem Kenntnisstand keine gesundheitlichen Gefahren bestehen. Auch neue Baustoffe können Sie bedenkenlos verwenden – sie sollten allerdings von den zuständigen Behörden geprüft und ggf. zugelassen worden sein.


1.1.1.c Altersgerechtes und barrierefreies Wohnen


Für ein barrierefreies Wohnen sorgt die Einhaltung der DIN 18025. So können alle Menschen, Menschen jeden Alters, Menschen mit individuellen Fähigkeiten, Einschränkungen oder auch Behinderungen, weitgehend selbstständig, selbstbestimmt und ohne fremde Hilfe das Gebäude nutzen. Ein besonderer Vorteil ist, dass man auch im Alter und mit allen Einschränkungen und verringerten oder besonderen Fähigkeiten, die dieses mit sich bringen kann, unabhängig bleibt.

Die wichtigsten Grundsätze bei Neubau und Modernisierung im Überblick:


Für die behindertengerechte Ausstattung bzw. die Anpassung einer Wohnung an die Bedürfnisse eines Behinderten können Sie öffentliche Fördermittel (Hilfen für Schwerbehinderte) in Anspruch nehmen.


1.1.1.d Preiswert bauen

Sie möchten möglichst preiswert bauen? Dann achten Sie neben einem preiswerten Grundstück auf:


Lage, Größe, Bebaubarkeit und Erschließung eines Grundstücks sind maßgeblich für die Höhe der Grundstückskosten. Mit einem Doppel- oder Reihenhaus reduzieren Sie den Grundstücksflächenbedarf erheblich.

Raum- und Wohnfläche sind ausschlaggebend für die Gebäudegröße. Überlegen Sie, ob Sie die Raumanzahl verringern oder einzelne Räume verkleinern können, ohne dass die Wohnqualität leidet. Besonders an reinen Verkehrsflächen und Nebennutzflächen können Sie sparen. Einer eventuellen Erweiterung der Familie – Kinder oder pflegebedürftige Elternteile – kann durch einen späteren Anbau Rechnung getragen werden. Ein Steildach beispielsweise ermöglicht Ihnen zu gegebener Zeit einen Dachausbau.

Wenn Sie auf ein Kellergeschoss verzichten möchten, müssen die notwendigen Abstell- und Nebenräume im Erdgeschoss untergebracht werden, was die Gebäudefläche zwangsläufig erhöht. Lassen Sie sich von einem Fachplaner beraten, welche Variante für Sie die preisgünstigere Alternative darstellt.

Nicht nur Anzahl, Form und Größe der Fenster beeinflussen die Herstellungs- und Einbaukosten. Auch nicht fest verbaute Bodenbeläge können in preisgünstiger Ausführung erworben und erst später durch qualitativ höherwertige getauscht werden. Das Gleiche gilt für Wand- und Deckenoberflächen.

Wenn Sie den Abstand der tragenden Wände gering halten, kann deren Dicke verringert werden – so senken Sie die Kosten für die Geschossdecken.

Prüfen Sie genau, wie viele Stromkreise, Steckdosen und Auslässe Sie benötigen. Sehen Sie aber in jedem Fall zukünftige Ergänzungen vor.

Vergleichen Sie gemeinsam mit einem Fachinstallateur die Erstkosten der Heizung mit den sich anschließenden Verbrauchskosten. Auch für Küche und Bad können Sie zunächst eine einfachere Ausführung wählen, die Sie später mit höherem Standard ergänzen.

Und auch bei den Außenanlagen können Sie am Anfang Geld einsparen: Der PKW-Stellplatz oder ein preiswerter Carport kann später von einer Garage abgelöst werden.

Eine kurze Bauzeit lässt sich realisieren, wenn Sie die jahreszeitlich bedingten Witterungsbedingungen berücksichtigen und eine Winterbaustelle vermeiden.


1.1.1.e Richtfest

Sobald der Rohbau fertiggestellt, der Dachstuhl errichtet oder das Dach erstellt ist, wird Richtfest gefeiert. Nachdem der Polier oder Zimmermeister eine kurze Ansprache gehalten hat und Richtkranz oder -krone hochgezogen sind, stoßen alle am Bau Beteiligten sowie Nachbarn und Behördenvertreter auf das Wohl des Bauherrn und des Hauses an. Mit einer zünftigen Mahlzeit stärkt man sich für die nächsten Bauphasen.