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Zeitgemäß bauen. Energetisch modernisieren.

1.1.7 Schall-, Wärme- und Einbruchschutz

Sie möchten sich über die Möglichkeiten des Energiesparens durch Wärmeschutz informieren? Möchten sich vor Lärm schützen und benötigen Hinweise zu einem optimalen Schallschutz? Suchen Informationen zu Brandschutz oder Einbruchschutz?

In dieser Rubrik finden Sie alle Antworten auf Ihre Fragen.

1.1.7.a Energiesparen und Wärmeschutz

Ein zentrales Element des Klimaschutzprogramms der Bundesregierung sind die erhöhten Anstrengungen zur Energieeinsparung bei der Gebäudenutzung. Bei Ihren Investitionsentscheidungen müssen Sie also vorrangig auf nachhaltige Energieeinsparung setzen. Energiesparendes Bauen schont zudem das eigene Konto und ist ein wichtiger Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.

Die Merkmale energiesparenden Bauens sind:


Ob passive Solarenergienutzung, ökologische Haustechnik oder Trinkwassereinsparung – die maßgebende Vorschrift für die energiesparende Bauweise ist die Energieeinsparverordnung (EnEV).

Die konsequente Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses, das bis Ende der Neunzigerjahre kostengünstiger und rasch einführbarer Standard war, ist das Passivhaus. Auch das Passivhaus steht für einen Baustandard, nicht für eine bestimmte Bauweise.

1.1.7.b Schallschutz

Schallschutz soll verhindern, dass Sie beim Wohnen, Schlafen und Arbeiten von Geräuschen aus anderen Räumen des Gebäudes und aus der Umgebung gestört werden.
Beachten Sie am besten schon in der Planungsphase die sinnvolle Zuordnung bzw. Entflechtung lauter und leiser Räume. Und auch bei der Auswahl von Konstruktionen und Baustoffen sollten schalltechnische Belange eine Rolle spielen.

Lärmbelästigungen von außen (z. B. durch Verkehrslärm) werden als besonders störend empfunden. Bei Neubauten müssen deshalb gesetzliche Mindestanforderungen an den Schallschutz eingehalten werden.
Maßgebend für den Schallschutz im Innern sind DIN 4109 und die VDI-Richtlinie 4100. Hier finden Sie alle Vorgaben zur:


Dies sind die schalltechnischen Maßnahmen im Einzelnen:


1.1.7.c Brandschutz

Die jeweilige Landesbauordnung schreibt die Beschaffenheit baulicher Anlagen vor. Sie muss gewährleisten, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch vorgebeugt wird und bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten möglich sind.

Wichtige Maßnahmen des vorbeugenden baulichen Brandschutzes sind:


Zwei Drittel aller Brandopfer werden zu Hause im Schlaf überrascht. Deshalb haben bereits 2005 viele Bundesländer gesetzlich vorgeschrieben, dass bei Neu- und Umbauten mindestens folgende Räume von Wohnungen mit Rauchwarnmeldern auszustatten sind:


Brandrauch und giftige Rauchgase bilden sich in der Brandentstehungsphase und breiten sich in der Wohnung rasant aus. Sie sind die häufigste Todesursache bei Bränden, weil die Bewohner innerhalb von Sekunden die Orientierung und das Bewusstsein verlieren. Da für die Flucht aus der Wohnung im Brandfall nur wenige Minuten bleiben, sind Rauchmelder für eine frühzeitige Branderkennung unverzichtbar. Sie können Brände zwar nicht verhindern, erkennen den Brandrauch aber frühzeitig und warnen mit einem lautstarken Signal.
Achtung: Wertgegenstände, Urkunden, Verträge und Versicherungspolicen gehören in einen feuersicheren Tresor oder Geldschrank.

1.1.7.d Einbruchschutz

Einbrüche können Sie leider nicht verhindern, aber zumindest behindern. Jede Präventiv- und Sicherungsmaßnahme, die Sie vornehmen, kostet den Einbrecher Zeit und erhöht somit sein Risiko, entdeckt zu werden.

Einbrecher steigen in Einfamilien- und Reihenhäusern meist durch Fenster und Fenstertüren (Balkon- und Terrassentüren) ein. Bei Wohnungen nutzen sie oftmals die Wohnungsabschlusstür. Als Tatwerkzeug dienen vorrangig Hebelwerkzeuge (Brecheisen, große Schraubenzieher). Entgegen der landläufigen Meinung Scheiben nur äußerst selten eingeschlagen. Statistisch betrachtet ist das Risiko, Opfer eines Einbruchs zu werden, in der Stadt deutlich höher als in ländlichen Gebieten.

Grundsätzlich kann man sagen, dass jede Öffnung im Mauerwerk eine Schwachstelle darstellt. Aber nicht jede Öffnung ist zwangsläufig auch eine günstige Einstiegsstelle. Besonders gefährdet sind Fenster und Türen, die von außen leicht zugänglich sind. Hierzu zählen auch Kellerfenster und Nebeneingangstüren (z. B. die Verbindungstür von der Garage zum Wohnraum) oder Kellertüren, die wegen ihrer sichtgeschützten Lage ideale „Arbeitsbedingungen“ für Einbrecher bieten. Wenn Sie den Einbruchschutz verbessern möchten, sollten Sie diese Schwachstellen mit geeigneten Präventivmaßnahmen sichern. Hier bieten kriminalpolizeiliche Beratungsstellen, die in jeder größeren Stadt vorhanden sind, eine gute Anlaufstelle.

Damit Sie spätere, teure Umbauaktionen vermeiden, sollten Sie bereits in der Planungsphase geeignete Entscheidungen für Ihre Sicherheit treffen, z. B. bei Wahl des Bauplatzes, einer geeigneten Bepflanzung etc. Der nächste Schritt ist ein kostenfreier Termin bei einer kriminalpolizeilichen Beratungsstelle. Die Beamten unterstützen Sie bei der Entwicklung individueller Lösungen, geben Tipps zur Auswahl der geeigneten einbruchhemmenden Produkte und empfehlen Fachbetriebe für
den richtigen Einbau.

Zusätzlich sollten Sie ergänzende präventive Maßnahmen ergreifen, die vor allem Spontantätern „das Leben schwer machen“. Jede Maßnahme, die den Täter Zeit kostet oder Lärm verursacht, kann ihn abschrecken. Je mehr Steine Sie ihm also auf seinem Weg in Ihr Haus in den Weg liegen, desto besser.

Vorschläge für solche Barrieren sind:


Zur Verbesserung des Einbruchschutzes kommen elektronische und mechanische Sicherungstechniken bzw. deren Kombination zum Einsatz.

Elektronische Sicherungsmaßnahmen sind:


Diese Einrichtungen melden einen Einbruch, können ihn aber nicht verhindern. Bei einem Alarm werden private Sicherheitsdienste benachrichtigt, die nach Aufsuchen des Objekts entscheiden, ob sie die Polizei verständigen oder nicht.

Mechanische Sicherungsmaßnahmen sind Produkte, die einem Einbruchversuch einen mechanischen Widerstand entgegensetzen, damit der Einbrecher mehr Zeit aufwenden muss oder an seinem Vorhaben scheitert. Hierzu gehören:


Die Qualität dieser einbruchhemmenden Elemente hängt von der Verarbeitungsgenauigkeit und vom Fachwissen aller Beteiligten ab. Als Verbraucher erkennen Sie diese Produkte an einem Zertifizierungszeichen auf dem Kennzeichnungsschild im Falzbereich. Den Einbau sollten Sie zertifizierten Betrieben überlassen. Wenn Sie beim Nachrüsten dennoch selbst Hand anlegen möchten, sind die beiliegende Montageanweisung und die Verwendung
der geeigneten Befestigungsmittel (Schrauben, Schwerlastdübel etc.) zu berücksichtigen. Achten Sie bei Do-it-yourself-Produkten auf Prüfzeichen bzw. Zertifizierung. Eine unsachgemäße Montage schränkt die Wirksamkeit ein.

Mit dem richtigen Verhalten beugen Sie Einbrüchen vor. Diese Kleinigkeiten haben eine große Wirkung: