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Zeitgemäß bauen. Energetisch modernisieren.

2.1.2 Fundament und Gründung

Die Gründung leitet Eigengewicht und Verkehrslast des Baukörpers in den Baugrund ab. Die Festigkeit der Böden ist in der Regel geringer als die Festigkeit der Baustoffe, weshalb lastverteilende Fundamente unter den tragenden Elementen des Bauwerks angeordnet werden. So wird die Standsicherheit der Bauteile gewährleistet. Zu den Gründungsarten gehören Flächen- und Pfahlgründung.

Baugrund und Grundwasser sind wichtige Aspekte bei der Bemessung der Gründung und nehmen erheblichen Einfluss auf die Baukosten. Wenig tragfähigen Baugrund können Sie durch Bodenaustauschverfahren, Tiefenrüttelverfahren, Stoßverdichtungsverfahren oder chemische Bodenverfestigung verbessern. In diesem Fall ist im Vorfeld eine Baugrunduntersuchung empfohlen. Sollte die Gründungssohle unter dem Grundwasserspiegel liegen, müssen Sie die Baugrube durch Grundwasserabsenkung und Grundwasserhaltung trockenlegen lassen.

Die Sicherung der Baugrube wird bei flachen Baugruben und ausreichenden Platzverhältnissen durch Abböschen vorgenommen. Sollte dies aus Platzgründen nicht möglich sein, wird sie mit senkrechten Wänden hergestellt, die durch den entsprechenden Verbau einen Einsturz verhindern.

Der Verbau erfolgt bereits bei Aushub der Baugrube mit Trägerbohlwänden, Spundwänden (Stahl), Schlitzwänden (Stahlbeton) oder Sonderbauarten. Sollte die Baugrube tiefer als die Fundamente benachbarter Bauwerke liegen, müssen die Fundamente unterfangen werden. Unterfangungen stellt man aus Mauerwerk, Beton, Stahlbeton, grobkörnigem Boden oder durch Injektionen chemisch verfestigter Unterfangkörper her. Da Unterfangarbeiten sehr zeitaufwendig und kostenintensiv sind, sollten sie sorgfältig geplant werden. Nehmen Sie schon vor Beginn der Arbeiten den Zustand der benachbarten Bauwerke auf und dokumentieren Sie diesen.